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01/26, Gesellschaft & Bildung, Global

6. Januar 2026

KI-Hype wurde 2025 pragmatischer

Im vergangenen Jahr kam künstliche Intelligenz wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Nach hochfliegenden Visionen einer baldigen Superintelligenz verlagerte sich der Fokus auf konkrete, alltagstaugliche Anwendungen. Unternehmen und Forschende haben sich mehr auf die realen Fähigkeiten und Grenzen konzentriert und anerkannt, dass die derzeitigen KI-Systeme nützliche, aber unvollkommene Werkzeuge sind und nicht annähernd das menschliche Denkvermögen erreichen.

Das Jahr war geprägt von Debatten über Leistungsgrenzen der KI, von Rechtsstreitigkeiten über Trainingsdaten und von Bedenken über soziale Schäden. Gleichzeitig boomten die Investitionen, begleitet von Sorgen vor einer Blase. Insgesamt nahm die Akzeptanz von KI zu, jedoch mit einer klareren Sicht auf ihren praktischen Wert und die bevorstehenden Herausforderungen für Wirtschaft und Gesellschaft.

Neuigkeiten aus der Welt der Künstlichen Intelligenz

Weitere aktuelle KI-News

Künstliche Intelligenz verändert zunehmend das Einkaufserlebnis. Immer mehr Verbraucher nutzen generative KI-Tools, um Kaufentscheidungen zu treffen, statt nur Produkte zu suchen.
Solanas extrem schnelle und kostengünstige Blockchain-Plattform entwickelt sich zu einem beliebten Zuhause für autonome KI-Agenten, die komplexe Aufgaben selbstständig ausführen. Sowohl Entwickler als auch Investoren zeigen großes Interesse.
OpenAI plant, Anfang 2026 ein neues, deutlich leistungsfähigeres Audio-Sprachmodell vorzustellen. Ziel ist es, natürlichere Sprache, schnellere Reaktionen und flüssigere Gespräche zu ermöglichen als bei heutigen, stark textlastigen Systemen.
Das Bestehen einer KI-Blase ist möglich. Wenn dem so ist, ist diese aber vor allem durch übertriebene Erwartungen und einen Hype entstanden, nicht durch die Technologie selbst.
Die Consumer Electronics Show (CES) 2026 zeigt nicht nur große Innovationen bekannter Marken, sondern auch besonders skurrile und überraschende Technologien. Besonders auffällig ist ein interaktiver, KI-gesteuerter Panda-Roboter, der auf Berührung reagiert.
Apple gilt im Vergleich zu Google, Meta und OpenAI als vorsichtiger und langsamer beim Thema KI, da das Unternehmen stärker auf Datenschutz und Sicherheit setzt. Kritiker sehen einen Rückstand gegenüber den Konkurrenten.
Auf dem 39. Chaos Communication Congress demonstrierte der Sicherheitsforscher Johann Rehberger, wie anfällig KI-Coding-Assistenten wie GitHub Copilot, Claude Code und Amazon Q für Prompt-Injection-Angriffe sind.
Im Jahr 2026 ist die künstliche Intelligenz mit fünf großen Paradoxen konfrontiert, die ihre künftigen Auswirkungen komplizieren. KI sorgt gleichzeitig für Arbeitsplatzverluste und neue Jobs, wobei menschliche Fähigkeiten weiterhin unverzichtbar sind.
Im vergangenen Jahr kam künstliche Intelligenz wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Nach hochfliegenden Visionen einer baldigen Superintelligenz verlagerte sich der Fokus auf konkrete, alltagstaugliche Anwendungen.
Im Jahr 2026 verlässt künstliche Intelligenz ihre Nische und verändert den deutschen Arbeitsmarkt spürbar. Der „Jobs & Hiring Outlook Report 2026" von Indeed zeigt einen starken Anstieg von Stellenanzeigen, in denen KI-Kompetenzen gefragt sind.
Im Jahr 2026 breitet sich künstliche Intelligenz in der Schweiz über verschiedene Bereiche aus, von der Gesundheitsversorgung bis hin zu kleinen Unternehmen. Ein wichtiger Meilenstein ist Apertus, das erste Open‑Source-Sprachmodell des Landes.
Kritiker warnen, dass 2026 die wirtschaftliche Nachhaltigkeit der generativen KI auf dem Prüfstand stehen wird. Derzeitige Geschäftsmodelle seien aktuell möglicherweise grundlegend fehlerhaft.
L’Oréal setzt zunehmend KI-Tools in der täglichen digitalen Werbeproduktion ein, um den stetig wachsenden Bedarf an Inhalten für weltweite Märkte zu decken. Die Technologie soll Kreativteams nicht ersetzen, sondern sie unterstützen.
In der Schweiz wird debattiert, wie die Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte durch KI geregelt werden soll. Konkreter Anlass sind Journalisten, Künstler und Verleger, die KI-Unternehmen des Datendiebstahls beschuldigen.
Im Jahr 2025 startete Präsident Trump die ehrgeizige Genesis-Mission. Dahinter verbirgt sich ein KI-gestütztes Projekt, das mittels Bundesdaten und Supercomputern wissenschaftliche Durchbrüche beschleunigen soll, oft als moderner „Moonshot“ beschrieben.
Bis 2035 dürfte KI den Alltag grundlegend verändern und Bereiche wie Gesundheit, Recht, Arbeit und die häuslichen Abläufe namhaft prägen. In der Medizin könnte sie oft als erste Anlaufstelle dienen und auch die Priorisierung von Behandlungen übernehmen.
Europas Schwierigkeiten mit künstlicher Intelligenz wurzeln in tiefen regulatorischen, kulturellen und historischen Unterschieden zu den USA. Europa bringt viel KI-Talent hervor, doch zahlreiche Start-ups ziehen in die Vereinigten Staaten.
Der Ökonom Robert Seamans meint, dass künftige KI-Jobs vor allem Menschen benötigen, die künstliche Intelligenz verstehen aber auch Fachfremden verständlich erklären können. KI werde so allgegenwärtig wie das Internet sein und nahezu alle Berufe verändern.
Marketingagenturen integrieren KI zunehmend in ihre täglichen Abläufe, nicht nur als Zusatztool, sondern fest eingebettet in Briefings, Produktion, Freigaben und Medienoptimierung. So können sie Kunden schneller und in größerem Umfang betreuen.
Im kommenden Jahr entwickelt sich generative KI von der Experimentierphase hin zu vollautonomen Systemen, die komplexe Arbeitsabläufe mit minimaler menschlicher Aufsicht planen, steuern und ausführen können.
OpenAIs KI-Coding-Agent Codex erstellt inzwischen eigenständig den Großteil des Codes, den er nutzt, um sich selbst zu verbessern. Codex übernimmt Aufgaben wie das Schreiben von Funktionen, Beheben von Bugs und Verwalten von Änderungsvorschlägen.
Opera, ein norwegisches Software-Unternehmen, startet mit Neon einen kostenpflichtigen, KI-gestützten Browser. Dieser geht über simples Chatten hinaus und versteht sich als agentenbasierter Arbeitsraum.
OpenAI und der frühere Apple-Chefdesigner Jony Ive arbeiten Berichten zufolge an einem ständig aktiven KI-Gerät, das auf permanente Verfügbarkeit und starken Datenschutz ausgelegt ist.
Seit seinem Start im November 2022 hat sich OpenAIs Chatbot ChatGPT von einem Werkzeug für Schreiben und Programmieren zu einer globalen KI-Plattform mit rund 800 Millionen wöchentlichen Nutzerinnen und Nutzern entwickelt.
Das US-Magazin Time hat die „Architekten der Künstlichen Intelligenz“ zur Person des Jahres 2025 ernannt und damit die führenden Köpfe hinter dem rasanten Aufstieg der KI gewürdigt. Laut Redaktion prägte KI das Jahr wie kaum eine andere Entwicklung.
Die Europäische Union hat eine wettbewerbsrechtliche Untersuchung gegen Google eingeleitet. Dabei geht es um die Frage, ob der Konzern Online-Inhalte unfair für das Training seiner KI-Modelle wie Gemini nutzt.
Da KI den Bedarf an Rechenzentren stark antreibt, könnte sich der Stromverbrauch bis 2030 verdoppeln. Dies hätte namhafte Folgen für Stromnetze, Kosten und Emissionen, sofern das Wachstum nicht strategisch gesteuert wird.
Kanada und die Europäische Union haben beschlossen, ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Künstliche Intelligenz und digitale Services deutlich auszubauen. Anlass war das erste Treffen des Digitalen Partnerschaftsrates EU-Kanada in Montréal.
OpenAI wurde 2015 von Elon Musk, Sam Altman und anderen Tech-Pionieren als Nonprofit gegründet. Ziel war es, Künstliche Intelligenz zum Wohl der Menschheit zu entwickeln.
Forscher der University of Utah haben einen KI-“Co-Piloten” für bionische Hände entwickelt, um deren Bedienung intuitiver und einfacher zu machen. Herkömmliche Prothesen werden oft aufgegeben, weil deren Kontrolle eine hohe Konzentration erfordert.
OpenAI-CEO Sam Altman hat nach dem Erfolg von Googles Gemini 3 einen „Code Red“ für ChatGPT ausgerufen. Gemini 3 gewann in drei Monaten 200 Millionen Nutzer und übertraf ChatGPT in Benchmark-Tests.
EY startet gemeinsam mit NVIDIA eine strukturierte Plattform, um Unternehmen bei der Planung, Erprobung und Bereitstellung physischer KI zu unterstützen. Dies schließt u.a. Roboter, Drohnen und Edge-Geräte ein.
Eine Untersuchung des japanischen Beratungsunternehmens NTT DATA zeigt, dass nur 15 % der befragten Unternehmen als KI-Vorreiter gelten. Sie zeichnen sich durch klare Strategien, disziplinierte Umsetzung und unternehmensweite Einführung aus.
Yoodli, ein in Seattle ansässiges Start-up für Kommunikationstraining, hat nach einer von WestBridge Capital angeführten Finanzierungsrunde in Höhe von 40 Millionen US-Dollar einen Wert von über 300 Millionen US-Dollar erreicht.
Das o3-Modell von OpenAI belegte in einem fünftägigen Pokerturnier mit neun führenden Sprachmodellen Platz 1 und lag am Ende mit einem Gewinn von 36.691 $ vorn. Die von PokerBattle.ai durchgeführte Veranstaltung testete, wie KI Unsicherheit, Anpassung und strategisches Denken meistert.
Eine Studie des Fraunhofer-Instituts zeigt, dass die deutsche Bundesverwaltung weitgehend auf eigene, offene Lösungen statt auf große ausländische Plattformen setzen kann. Durch interne Entwicklungen vermeidet der Staat kritische Abhängigkeiten und behält Transparenz, Kontrolle und Handlungsfähigkeit.
Eine von Trump unterstützte Initiative, die Verabschiedung von KI- Regulierungen durch die Bundesstaaten für zehn Jahre zu blockieren, ist aufgrund des Widerstands beider Parteien gescheitert. Führende Republikaner räumten ein, dass ihnen die Unterstützung fehlte, um die bundesweite Vorrangregelung in den National Defense Authorization Act aufzunehmen.
Eine Studie von Cisco zeigt erhebliche Alters- und Länderunterschiede bei der KI-Akzeptanz. Jüngere Nutzer verwenden KI am aktivsten, viele absolvieren auch entsprechende Schulungen. Über-45-Jährige nutzen KI deutlich seltener.
Die EU plant, Teile ihres KI-Gesetzes und der DSGVO zu verschieben und zu vereinfachen, um Unternehmen einen leichteren Zugang zu Daten und mehr Zeit für die Umsetzung zu gewähren. Kritiker warnen, dies schwäche Datenschutz und Sicherheit.
Die Befürchtungen, KI könnte Arbeitsplätze ersetzen, übersehen eine härtere Realität, den demografischen Wandel. Alternde Gesellschaften stehen vor einem gravierenden Arbeitskräftemangel, der die wirtschaftliche Stabilität bedroht.
Frankfurt und die Rhein-Main-Region haben sich zu einem zentralen digitalen Knoten Europas entwickelt. Das BIP der Rechenzentrumsbranche hat sich in fünf Jahren verdoppelt, während die Gesamtwirtschaft nur um 16 Prozent gewachsen ist.
Die ehemalige Goldgräberregion in der Wüste Nevadas erlebt derzeit einen tiefgreifenden Wandel, da Technologiekonzerne dort eine der weltweit höchsten Konzentrationen an Rechenzentren errichten.
Großbritannien und Deutschland kooperieren, um die kommerzielle Nutzung von Quantencomputing zu beschleunigen und die Lücke zwischen Forschung und praktischen Anwendungen in Computing, Sensorik und Zeitmessung zu schließen.
Berichten zufolge befindet sich Meta in fortgeschrittenen Gesprächen, um große Mengen von Googles Tensor Processing Units (TPUs) für die KI-Entwicklung zu sichern. In 2026 ist eine Miete geplant, in 2027 auch ein direkter Kauf möglich.
Viele Nutzer empfinden Gespräche mit ChatGPT als überraschend therapeutisch und beschreiben die KI als beruhigend und verständnisvoll. Experten schreiben dies nicht einer tatsächlichen Empathie der KI zu, sondern dem Effekt der „Resonanzmaschine“.
Zum dritten Geburtstag von ChatGPT hat OpenAI veröffentlicht, wie seine 800 Millionen wöchentlichen Nutzer das Tool einsetzen. Rund 75 % der Unterhaltungen drehen sich um praktische Anleitungen, Informationssuche und Schreiben.
Anthropic hat Opus 4.5 vorgestellt und damit die Leistung beim Programmieren, die Effizienz und das Nutzererlebnis verbessert. Das Modell behebt frühere Gesprächsabbrüche in Claude, indem es bei Erreichen des Kontextlimits wichtige Punkte zusammenfasst.
SAP treibt seine europäische Souveränitätsstrategie mit der EU AI Cloud voran, die Unternehmen mehr Kontrolle über den Betrieb von KI- und Cloud-Diensten geben soll. Die Plattform unterstützt die Rechenzentren von SAP, andere europäische Anbieter und On-Premise-Lösungen.
Betrüger nutzen zunehmend KI, um gefälschte Anzeigen und Deepfake-Videos in sozialen Medien zu erstellen. Damit wird es immer schwerer, Fälschungen zu erkennen. Die Anzeigen ahmen oft Prominente oder bekannte Marken nach und locken Käufer auf gefälschte Webseiten.
Eine aktuelle MIT-Studie zeigt, dass KI bereits in der Lage ist, Aufgaben zu übernehmen, die derzeit von fast 12 % der US-Arbeitskräften erledigt werden. Die Forscher analysierten über 150 Millionen Arbeitnehmer in 1.000 Berufen und verglichen ihre Fähigkeiten mit mehr als 13.000 KI-Tools.

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