Yann LeCun, ehemaliger Chief AI Scientist bei Meta, geht im KI-Wettlauf bewusst einen anderen Weg. Sein Startup AMI Labs hat in einer Seed-Finanzierung 1,03 Milliarden US-Dollar eingesammelt und wird bereits mit 3,5 Milliarden US-Dollar bewertet. Statt auf klassische Large Language Models zu setzen, will das Unternehmen sogenannte „World Models“ entwickeln. Das sind KI-Systeme, die die physische Welt verstehen sollen, anstatt nur das nächste Wort vorherzusagen.
LeCun argumentiert, dass die aktuellen großen Sprachmodelle allein nicht zu einer Intelligenz auf menschlichem Niveau führen werden. AMI plant, KI anhand von realen Sensor- und Videodaten für Anwendungsfälle wie Robotik, Gesundheitswesen und industrielle Systeme zu trainieren. Das Unternehmen stellt damit die derzeitige Fixierung des Silicon Valley auf die Skalierung von Chatbots in Frage.